KKBK - Grundannahmen Teil 6

Theoretische Grundannahmen der Fachschule für Sozialpädagogik im KKBK  Hagen 

Schlussfolgernd unsere Auswahl der Pädagogiken :
3.)
Die Early excellence Pädagogik
(insbesondere in Hinblick auf die Arbeit mit Kindern unter 3 Jahren, in Hinblick auf die Art des Aufgreifens von kindlichen Bildungsinteressen und in Hinblick auf die Entwicklung von Kindertageseinrichtungen hin zu Familienzentren)

 

„„Der positive Blick auf Kinder und ihre Familien“

Bildungsbegleitung in Zusammenarbeit mit den Eltern

Wie wir es mit der Beobachtung machen:…Jedes Kind kommt einmal in einem Kindergartenjahr in die besondere Aufmerksamkeit pädagogischen Verstehens und individueller Entwicklungsbegleitung. In einer Abteilung des Hauses werden 2-3 Kinder für die Beobachtung ausgewählt. Von Donnerstag bis Dienstag der folgenden Woche sind diese Kinder immer wieder im Fokus der Aufmerksamkeit der Erzieherinnen. Die Erzieherinnen achten auf Situationen in denen diese Kinder sich ins freie Spiel vertiefen, hohe „Engagiertheit“ zeigen. Sie halten auf dem Beobachtungsbogen und mit der Digitalkamera fest, was die Kinder in dieser Situation tun und welche Zeichen von Engagiertheit und Wohlbefinden sie zeigen. Die einzelne Beobachtung umfasst einen Zeitraum von 5-15 Minuten. Pro Kind kommen so im Lauf der Woche 4-6 Beobachtungen zusammen. Wie wir es mit der Auswertung machen:

Immer am Mittwoch der Woche findet ein zweistündiges Auswertungsgespräch statt. Die Erzieherinnen kommen zusammen und tauschen die eingesammelten Informationen untereinander aus. Die Protokollnotizen werden zum Teil vorgelesen und begleitend zu den Berichten die Fotos auf dem Laptop betrachtet. Mit Hilfe des Auswertungsbogens werden die Themen des Kindes, seine Lernstrategien und die

für sein Wohlbefinden und seine Engagiertheit förderlichen Bedingungen herauskristallisiert. Anschließend entsteht in einer gemeinsamen Ideensuche der Förderplan mit vertiefenden Angeboten für das Kind in den verschiedenen Bildungsbereichen und Kompetenzebenen.

Wie wir die individuelle Förderung gestalten:

Die Förderangebote unterstützen den aktiven Selbstbildungsprozess des Kindes. Sie holen das Kind bei seinen „inneren“ Themen und einzelnen Interessenbereichen ab und passen zu den eigenwilligen Lernstrategien (Schemata) des Kindes. Die Erfahrung zeigt, dass die große Aufmerksamkeit für die Kinder in allen Schritten, so auch bei der Förderung begeisternd und anregend auf die Kinder wirkt. Manchmal wirken die Angebote sichtbar über Monate hinweg nach. Andere Angebote wiederum treffen eher ein wohlwollendes aber weniger nachhaltiges Engagement bei den Kindern. Oft suchen sich die Kinder Partner für die Spiele selbst aus. Manchmal sprechen die Erzieherinnen Kinder mit denselben Strategien für Kleingruppenaktivitäten gezielt an.

Wie wir dokumentieren:

· Fotos auf dem Laptop archivieren.

· Beobachtungsbögen, Auswertungsbögen und Förderplan im Entwicklungsordner abheften.

· Ein „Kinderheft“ anfertigen mit Fotos und Text, dass dem Kind zurückspiegelt, welche „Entdeckungen“ über sein Lernen die Erzieherinnen bei der Beobachtung und Auswertung gemacht haben.

Wie wir Entwicklungsgespräche mit den Eltern anbieten:

Die Gespräche dienen dem Austausch über die Selbstbildungsprozesse (Bezugspunkt: „Schemata“ (Piaget) R.K.) des Kindes in Kita und Elternhaus. Die Bezugserzieherin verabredet sich mit den Eltern zu einem ausführlichen Gespräch, häufig kommen beide Eltern. Etwa ein Drittel der Gesprächszeit nimmt der Bericht über die Beobachtung und das Förderangebot ein. Dabei werden auch die Fotos auf dem Laptop betrachtet. Das zweite Drittel dient der Verständigung über den Bericht. Die Eltern erzählen, was sie darin von ihrem Kind wieder entdecken und womit sich das Kind zu Hause beschäftigt. Im letzten Drittel steht die Frage, wie das Kind in der Kita und zu Hause weiter gefördert werden kann im Mittelpunkt. Hier bringen die Eltern auch ihre Zweifel und Sorgen ein und holen sich dazu eine Rückmeldung von der Erzieherin. Die Gespräche werden nach einer Zeit der gemeinsamen Erfahrung inzwischen von den Eltern der Kita initiativ nachgefragt.“ . Aus:  http://www.fippev.de/cms/media/13/Corby%20/Bildungsbegleitung%20in%20Zusammenarbeit%20mit%20den%20Eltern.pdf

siehe auch:  http://www.nabuk-europa.de/fileadmin/user_upload/downloads/Handlungs-_und_Themenfelder/Kindertagesbetreuung/altgeld_early-exellence-centre.pdf

Siehe auch: http://www.pfh-berlin.org/deutsch/1/modell/grafik/timo.pdf