Smart Camp 3000

Käthe-Schüler werfen einen Blick hinter die Kulissen der Online-Fassaden

 

Smart Camp Action Schüler

 

Käthe-Kollwitz-Berufskolleg: Die Jugendlichen beherrschen ihr Smartphone. Hier einen Snap, da eine kurze Nachricht, schnell noch einen Tweet geschickt oder ein neues Video auf YouTube angesehen. Doch bei all der Internet-Aktivität stellen die Schülerinnen und Schüler nur selten die Frage, wie es eigentlich um die Sicherheit der Daten bestellt ist, die sie täglich in rauen Mengen durchs Netz jagen.

Den Reiz an YouTube, Instagram und Snapchat macht aus, dass die Nutzer die Medien nicht nur benutzen, sondern mitgestalten. An diesem Punkt setzt das Projekt „Smart Camp“ an, das mit Workshops und Projekten rund ums Thema einen Blick hinter die Kulissen – genauer gesagt den Bildschirm – wirft. Denn hier lauern Gefahren, die der Veranstalter in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung den Jugendlichen vor Augen führen möchte. In Workshops hatten die Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums am Käthe-Kollwitz-Berufskolleg Gelegenheit, sich rund ums Thema „Digitale Bildung“ auszuprobieren. Neben der Frage, wie ein professioneller und verantwortungsbewusster Umgang mit digitalen Tools und Medien aussehen könnte, hatten sie Gelegenheit, ihre persönlichen Erfahrungen einzubringen und zu vertiefen.

Die Moderatoren führten live vor, wie schnell ein Facebook-Account gehackt wird – was bei den Jugendlichen zu ziemlichem Unbehagen führte -, boten Einblicke, wie ein verantwortungsbewusster Umgang (auch im Unterricht) mit den Sozialen Medien aussehen kann, erarbeiteten mit den Schülerinnen und Schülern eine Art Medienknigge und ließen die Jugendlichen mit YouTube-Größen wie Julez und Jaqueline Bloem, die für die Veranstaltung als „Live Acts“ angereist waren, ins Gespräch kommen.

 

Smart Camp Foto Offiziell

 

Was die Schüler am Ende mitgenommen haben? „Ich finde es toll, dass man uns die Gefahren des Internets nicht mit erhobenem Zeigefinger heruntergebetet hat. Wir konnten mit YouTubern sprechen, die jeden Tag mit den Gefahren im Netz zu tun haben. Und es war schon krass, dass während der Veranstaltung ein Facebook-Account ohne großen Aufwand einfach so gehackt werden konnte“, fasst eine Teilnehmerin ihre Erfahrungen zusammen. Das passt zu den Eindrücken, die Schulleitung und Lehrer von der Veranstaltung hatten: „Im Umgang mit den Neuen Medien müssen wir mehr denn je Jugendliche sensibilisieren und weiterbilden, damit sie lernen, Informationen kritisch einzuschätzen, aber auch die aus der Digitalisierung resultierenden Chancen zu erkennen und zu nutzen“, so Bettina Hund, Schulleiterin am Käthe-Kollwitz-Berufskolleg. Das Smart Camp war auf diesem Weg eine smarte Lösung. Mehr Infos auch unter 

http://www.107.7radiohagen.de/hagen/lokalnachrichten/lokalnachrichten/article/-cb13a6310b.html